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Kurzbeschreibung

Einfache Tour mit viel Kultur (und Kitsch?). Die Länge beträgt etwa 335 km. Straßenzustand durchwegs gut und asphaltiert. Je nach Interesse an Besichtigungen kann es etwas Zeitaufwendig werden.

Bike Tour vom
Hotel Schönauer Hof



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Kulturtripp (335 km)

   
 
Holzgau - Lechtal - Weißenbach - Gaichtpass - Tannheimertal - Grän - Engetal - Pfronten - Süddeutsche Seelandschaft nach Füssen - Schwangau - Steingaden - Oberammergau - Ettal - Ammertal - Plansee - Reutte - Weißenbach - Holzgau
 
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Wir starten in Holzgau Richtung Osten und fahren durch das Lechtal bis Weißenbach wo wir dann nordwärts über den Gaichtpass (1082 m, max. 7 %) in das Tannheimertal abzweigen. Vorsicht bei den bergwärts führenden Kehren, da diese recht rutschig sein können da schon so mancher Sonntagsfahrer vergessen hat an der Tanke in Weißenbach seinen Tankdeckel zu schließen!

In Grän im Tannheimertal biegen wir dann in das Engetal ein, das eine reizvolle Alternative zum Oberjoch ist. Der Name ist von einem relativ engen Talabschnitt der gleichzeitig der Grenzübertritt nach Deutschland ist, abgeleitet. Die Strecke weitet sich aber schnell in ein Weidegebiet, auf dem wirklich glückliche Kühe in aller Gelassenheit weiden. Nachdem wir Pfronten erreicht haben, führt uns eines von vielen Asphaltbändern durch die Süddeutsche Seenlandschaft bis nach Füssen und weiter bis Schwangau.

Hier nun das erste Kulturhighlight: Schloss Neuschwanstein. König Ludwig der II., der "Märchenkönig", hat dieses in Jahre 1868 auf einem Felsen vor dem Tegelberg als Fluchtburg bauen lassen. Jedoch wurde das Schloss bis zu seinem Tode in Jahr 1886 nie fertiggestellt. Eine Führung dauert etwa 35 Minuten, in Summe ist aber doch mit etwa eine bis anderthalb Stunden zu rechnen.

In direkter Nachbarschaft liegt noch Schloss Hohenschwangau, das "Elternhaus" König Ludwigs des II.
Dieses wird durch seine Äußere Schlichtheit, verglichen zu Neuschwanstein, oft übersehen. Jedoch bietet dieses Schloss ein nicht minder interessantes und farbenfrohes Bild und ist es allemal Wert besucht zu werden. Gebaut wurde dieses Schloss von Kronprinz Maximilian in der Zeit von 1832 bis 1836 auf den Ruinen der Burg Schwanstein. Die Eintrittspreise für beide Schlösser liegen bei je ca. 7,- Euro.
 
Nach so viel Kultur geht's weiter über die B17 nach Norden bis wir den Ort Steingaden erreichen. Wir zweigen ostwärts ab in einen Wald, wo wir alsbald ein Schild entdecken, das uns zum nächsten Kulturdenkmal führt - die Wieskirche. Man wundert sich in welcher einsamen Gegend ein so ungewöhnliches Rokokojuwel entstanden ist. Nach christlichen Überlieferungen sind hier im Jahre 1738 an der Figur des Gegeißelten Heilandes echte Tränen gesehen worden, wodurch hier ein Wallfahrtsort entstanden ist. Die Kirche im heutigen Ausmaß ist in den Jahren 1745 bis 1754 entstanden.

Kultur hin oder her, uns lockt wieder die Strasse! Deswegen schwingen wir uns wieder in unsere Sättel und geben den Stahlrossen die Sporen um zuerst ostwärts dann südwärts über Oberammergau nach Ettal zu fahren. Die Kultur hat uns wieder nämlich das Kloster Ettal. Diese Benediktinerabtei wurde im 14. Jahrhundert von Kaiser Ludwig dem IV. (als Ludwig der Bayer bekannt) erbaut. Eine Besichtigung der Ettaler Basilika benötigt eine Vorankündigung und eine Gruppe von mindestens 15 Personen und dadurch nicht immer möglich. Was soll's. Interessant ist auch die Klosterbrauerei, die das Ettaler Klosterbier hervor bringt - die Mönche wollen eben auch gut leben ...

Nicht weit entfernt liegt westwärts das Schloss Linderhof. Auch dieses wurde von König Ludwig dem II. erdacht und sollte Sein Versailles werden nachdem er das Vorbild in Frankreich gesehen hatte. Aber auch dieses wurde nicht zu seinen Lebzeiten fertiggestellt. Eine Besichtigung ist um ca. 5,62 Euro möglich.

Jetzt reicht's! Aus mit der Kultur! Keine Bange, ab jetzt ist nur noch fahren angesagt. Das Ammertal, welches wir nun durchqueren führt uns nun durch eine recht ursprüngliche Fluss- und Waldlandschaft wieder zurück nach Österreich und in der Folge an den schön gelegenen Plansee, der uns die nächsten sechs Kilometer zur linken liegt.

Den geschäftigen Bezirkshauptort Reutte versuchen wir nun so schnell als möglich zu durchqueren und fahren eine Parallelstrecke zur Lechtalbundesstraße bis Weißenbach, und von da an der B198 folgend
westwärts bis nach Holzgau wo wir und bei einem gemütlichen Abendessen von diesem Kulturschock erholen.
 
 
Saison

Mai - Oktober